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Forschungsprojekt

KTI Siebmanagement

Der Operationsaal ist der kostenintensivste Leistungsbereich eines Spitals. Personal- und Investitionskosten sind dabei die wichtigsten Kostenblöcke. Bedeutend sind aber auch die Kosten in der zentralen Sterilgut-Versorgungs-Abteilung (ZSVA), einem Servicebereich des Operationssaals. Ein relevanter Teil der Betriebskosten der ZSVA sind Zykluskosten, die entstehen durch Waschen, Warten, Desinfizieren, Sterilisieren und Bereitstellen von Operationsinstrumenten. Neben den Zykluskosten spielen aber auch die Investitionskosten eine wichtige Rolle. OP-Instrumente sind nämlich meistens teuer und haben eine beschränkte Lebensdauer.

Für eine Operation müssen alle benötigten Instrumente steril bereitliegen. Dies gilt auch für Instrumente die nur im Komplikationsfall zum Einsatz kommen. Auch nicht-verwendete Instrumente müssen nach der Operation sterilisiert werden. Instrumente müssen in metallenen «Sieben» für die OP bereitgestellt werden. Da die metallenen Siebe teuer sind und zu dem viel Lagerplatz beanspruchen, werden mehrere Instrumente zusammen in ein Sieb gepackt.

In diesem Projekt wird eine Software entwickelt, die für alle im Spital durchgeführten Operationen kostenoptimierte Konfiguration von Sieben sowie deren Anzahl ermittelt. In der Berechnung wird berücksichtigt, dass zu den Zeitpunkten der geplanten OPs sämtliche erforderliche Instrumente zum Einsatz zur Verfügung stehen müssen.

Das Projekt befindet sich momentan in der letzten Entwicklungsphase. Simulationen zeigen, dass Kosteneinsparungen im 2-stelligen Prozentbereich realistisch sind.